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Vom Campingplatzbetreiber in den Knast?

Egon Hausmann, ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter der Pleiser Camp GmbH, riss sich mit seinen Komplizen Hans Günther Zöller und Melanie Weber einen Campingplatz im Wert von knapp einer Million Euro unter den Nagel. Diese Machenschaften wurden vom Oberlandesgericht Köln mit seinem Urteil vom 10. Oktober 2019 (Aktenzeichen 24 U 363/19) als „vorsätzliche sittenwidrige Schädigung“ verurteilt.

Nach seiner aberwitzigen, gescheiterten Idee, den Campingplatz trotz Verurteilung weiter zu betreiben, meldete Egon Hausmann mit seinem Handlanger Hans Günther Zöller kurzerhand am 4. Dezember 2019, kurz vor Rückgabetermin, seine Pleiser Camp GmbH insolvent (AG Bonn 97 IN 212/19).

Um trotz Pleite die Einnahmen der ahnungslosen Camper zu sichern, engagierte Egon Hausmann die Strohmänner M. Wassong und W. Spölgen als Campingplatzbetreiber. Mit schickem PKW geschmiert, treibt M. Wassong willig Gelder der Camper per Vorkasse auf Basis eines Scheinmietvertrages ein. Bis der Gerichtsvollzieher Wassong & Co. vom Campingplatz verjagt, ist es nur eine Frage der Zeit. Wassong & Co. – selbst mittellos – tauchen dann mit den Mieteinnahmen ab und hinterlassen einen Scherbenhaufen.

Nachdem Egon Hausmann mit seinem Saufkumpel, Steuerberater Dietmar Batke, erfolglos Belege gefälscht und Bilanzen manipulierte, um ohne Geld an eine Millionenimmobilie zu kommen, hofft er nun darauf, dass Insolvenzverwalterin Ingrid Trompertz die Vollstreckung der Rückgabe des Campingplatzes herauszögert. Je länger Frau Trompertz die bürokratischen Mühlen mahlt, desto mehr Zeit haben M. Wassong und seine Freunde, kostenlos in den Betriebswohnungen zu hausen und Mieten der Camper abzuziehen.

Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Bonn gegen den berufsmäßigen Betrüger Egon Hausmann Anklage mit dem Aktenzeichen 29 Ls 65/19 erhoben. Es bleibt zu hoffen, dass das Amtsgericht Euskirchen den Machenschaften von Hausmann, Zöller, Wassong & Co. ein Ende setzt, um weiteren Schaden von Campern und Öffentlichkeit abzuwenden.

One comment on “Vom Campingplatzbetreiber in den Knast?

  1. Michael Renz
    December 19, 2019

    OMG – die never ending story 😦

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This entry was posted on December 19, 2019 by and tagged , , .

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