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Stellungnahme zur Flüchtlingskatastrophe

Als Unternehmen mit Wurzeln auf einer Insel mitten im Mittelmeer macht es uns sehr  betroffen wenn Flüchtlinge zu Tausenden auf ihrem Weg von Afrika nach Europa praktisch vor der Haustüre sterben. Es gibt viele Meinungen zu der Thematik und eine Lösung zu finden ist mehr als schwierig. Einigkeit besteht allerdings darin die jetzige Situation als unglaubliche Tragödie zu verurteilen die es zu bekämpfen gilt. Wir erlauben uns hierzu einige Gedanken zu äußern.

Wie können die Toten vermieden werden? Wie kann Europa eine solidarische Flüchtlingspolitik betreiben? Ist es mit mehr Kriegsschiffen getan? Müssen die privaten Reedereien nun unfreiwilligerweise als Rettungsunternehmen herhalten? Soll man einfach alle Flüchtlinge aufnehmen? Soll man einfach alle Flüchtlinge zurückweisen?

Es ist richtig das Europa Flüchtlingen helfen soll und muss. Es ist aber weder für die Flüchtlinge noch für die Bürger Europas eine Hilfe wenn man die Hilfebedürftigen unkontrolliert stranden lässt um sie dann ihrem Schicksal zu überlassen. Die menschenverachtenden Zustände in den Flüchtlingsheimen insgeheim als „wirksame Abschreckungswirkung“ dulden zu wollen kann keine Lösung sein. Eine Festung Europa bauen zu wollen entspricht ebenfalls nicht dem Anspruch einer Solidar- und Wertegemeinschaft die Europa darstellen möchte.

Für Reisewillige gibt es weltweit VISA Möglichkeiten. Auch Deutsche müssen für viele Länder in die sie für kurze – oder auch längere – Zeit reisen möchten ein Visum beantragen. Hierfür gibt es in besonders gefragten Ländern Visa Zentren. Die Bundesrepublik lagert beispielsweise die Visabeantragung für russische Staatsbürger auf private Dienstleister aus (http://www.vfsglobal.com/). Diese speziellen Dienstleister sind qualifiziert und können Personen nach Kriterien beurteilen und für die Botschaften Vorauswahlen treffen. Bei St. Publius halten wir es für möglich das in Krisengebieten die Europäische Union selbst oder Dienstleister Flüchtlings-Visa-Zentren einrichten die den Menschen vor Ort eine faire Chance auf ein Flüchtlingsvisum geben. Flüchtlinge die auf Booten illegal einreisen werden ausnahmslos auf die Nutzung der Visa-Zentren im Nicht-EU-Raum hingewiesen. Eine Visabeantragung innerhalb Europas sollte nicht möglich sein.

Schleusern, die den hilfebedürftigen Menschen zusichern das es VISA Optionen IN Europa gibt würde die Geschäftsgrundlage entzogen. Ebenfalls bekommt die EU mit den Visa-Zentren die Kontrolle über die Anzahl der Flüchtlinge und kann mit Quotenregelungen diese gleichmäßig auf Europa verteilen. Die jetzt praktizierte Ankunftsstaatenregelung ist für Länder wie Italien, Malta und Griechenland äußerst belastend und unfair. Die gemeinsam vereinbarten Flüchtlingsaufnahmequoten können kontrolliert erfüllt werden. Den in Europa aufgenommenen Flüchtlingen muss dann die Möglichkeit auf ein menschenwürdiges Leben in Europa gegeben werden. Hierzu gehören sprachliche und gesellschaftliche Integration. Ob Flüchtlinge permanente oder temporäre Aufenthaltsgenehmigungen bekommen muss gesellschaftlich weiter diskutiert werden. Es ist zwar sehr vorteilhaft für Europa „hochqualifizierte“ Personen einzuladen und niedrig qualifizierte Personen abzuweisen. Diese Praxis hilft den Herkunftsländern der Auswanderer jedoch nicht. Krisenländer sind auf gebildete junge Menschen angewiesen. Moderne Migrationspolitik darf daher nicht darauf abzielen die „High-Potentials“ abzuwerben sondern muss Menschen auch motivieren in ihre Heimatländern, nachdem die Krise sich gelegt hat, wieder zurück zu kehren.

Anhand des „International Migration Charts“ Stand 2013 ist schnell ersichtlich das in Europa weder eine gleichmäßige Flüchtlingsverteilung auf die Länder erfolgt noch die Integrationsleistung der USA erreicht werden. Angesichts der Tragödien die sich im Mittelmeer abstimmen muss die Politik sich klar zu einer mutigen Flüchtlingspolitik durchringen. Einfach nur mehr Grenzkontrollschiffe zu schicken wäre das falsche Signal.

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am April 22, 2015 von und getaggt mit , , .
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