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Paradise Papers

Nach den Panama Papers geistern nun wieder neue „Papers“ Geschichten durch die Medienlandschaft. Diesmal mit dem kreativen Namen „Paradise Papers“. Wie schon gesehen wurden mal wieder einige Millionen diskrete Dokumente veröffentlicht. Die Medien versuchen der Öffentlichkeit zu vermitteln das es „unerhört“ ist das die Reichen und Schönen ihr Geld international strukturieren. Die „Reichen“ würden ihr Geld „verstecken“ und so den Bau von Kindergärten verhindern. Nichts liegt ferner als das.

Zunächst wird jeder Journalist bestätigen können das die reichsten 25% der Menschen deutlich mehr als 75% des Steuervolumens leisten. Von einer Nichtbeteiligung am Gemeinwesen kann keine Rede sein. Vielmehr müssen sich Hochsteuerstaaten wie Deutschland, Frankreich u.a. fragen ob es legitim ist seinen Bürgern mehr als 60% des Einkommens abzunehmen um es in sozialen Wohltaten willkürlich umzuverteilen.

In der Demokratie, d.h. dem Diktat der Mehrheit, werden „die Reichen“ die qua Definition nicht die Mehrheit stellen bevormundet. Da es sich nicht um die eigene Tasche handelt und man bei „den Reichen“ diverse Luxusgüter sieht liegt es scheinbar sehr nahe das Umverteilung  angebracht ist. Dabei ist jedes Mittel recht. Im Zweifelsfalle auch gestohlene Daten von illoyalen Mitarbeitern in Anwaltskanzleien.

Nur was ist nach den Panama Papers passiert? Wenig. Was wird nach den Paradise Papers passieren? Wenig!. Ungerechtigkeit entsteht nicht durch clevere internationale Vermögensstrukturierung sondern durch praktisch kostenloses Geld. Wenn Zentralbanken Geld praktisch kostenlos zur Verfügung stellen können die Teile der Bevölkerung die auf selbiges Zugriff haben und es für sich arbeiten lassen können sehr schnell sehr reich werden. Steigende Aktien und Immobilienpreise sind nur ein Ergebnis der Geldschwemme. Im Ergebnis steigen die Mieten und die Kaufkragt der „arbeitenden“ Bevölkerung. Die sinkende Kaufkraft wird durch Rationalisierung und Automatisierung kompensiert. Höhere Automatisierung benötigt allerdings weniger Arbeitskraft bzw. wenn überhaupt höchst spezialisierte Arbeitskraft. Wer von den normalen Arbeitern nicht mitthalten kann wird sich mit dem Bezug eines Grundeinkommens begnügen müssen.

Man sieht…. die Zusammenhänge sind sehr komplex. Wenige Reiche wie die Queen dafür zu schickanieren das sie ihr Geld diversifiziert anlegt löst nicht die Probleme. Wichtiger ist eine stärkere Bildung im Bereich Wirtschaft für jeden heranwachsenden Menschen und klare internationale Spielregeln an die sich alle Beteiligten halten. Statt die Steueroasen zu verteufeln sollten sich Hochsteuerländer die Frage erlauben lassen ob statt pauschalen Höchststeuersätzen man Anreize schaffen kann Unternehmer zu Investitionen im eigenen Land zu motivieren. Geringere Steuersätze für reinvestierte Gewinne wären z.B. ein Anfang.

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Ein Kommentar zu “Paradise Papers

  1. Wyatt E.
    November 10, 2017

    Hallo, das ist doch wieder mal ein von den Regierungen selbst gesteuertes Ablenkungsmanöver. Die Briten tun so als wüßten sie nicht was auf ihren Kanalinseln und Karibikinseln vorgeht. Die EU tut so als wüßten sie nicht was in Luxenburg abläuft und in Irland. Dort ist doch seit Jahren alles registriert was Rang und Namen hat, Ob z. B. Deutsche Großbanken, Firmen, Versicherungen, Holdings von Autokonzernen. Das ist doch alles politisch gewollt und akzeptiert. Jetzt tun alle überrascht. Ja auf die Schweiz sind alle los gegangen, die Schweiz wurde erpresst, da wollte der dt. Finanzminister sogar die schlanken Reiter schicken, Luxenburg und England hat man außen vor gelassen. Unser Staat macht sich selber zum Hehler der mit Dieben und Räubern zusammen arbeitet und diese Diebe und Räuber zum stehlen anleitet und auch noch mit Millionen Beträgen bezahlt. Das haben sich die Gründer 1949 sicher etwas anders vorgestellt, Rechtsbruch und Bruch des Grundgesetzes ist heute nicht mehr die Ausnahme sondern die Regel !

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am November 9, 2017 von und getaggt mit , , .
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